elfmeter.de

Deutsche UEFA-Pokal-Erstrundenbilanz

30. September 2006

Seit 1971/72 existiert der UEFA-Cup unter seinem Namen und damit ist der gerade laufende Wettbewerb der 36te. In 36 Jahren UEFA-Cup gab es schon das ein oder andere Erstrundenaus für deutsche Mannschaften, Hertha und Schalke sind seit gestern die jüngsten Beispiele.

Waren die deutschen Teams früher erfolgreicher? War die erste Runde Pflichtprogramm?

Diese Fragen versuche ich statistisch zu klären.

196 mal nahm ein deutsches Team an der ersten Runde des UEFA-Cups teil, 152 ging es weiter in Runde zwei, 44 mal blieb man gleich zum Auftakt hängen.

Am häufigsten bei einer ersten Runde dabei waren der 1. FC Köln und der VfB Stuttgart mit je 14 Auftritten. Weitere zweistellige Vertreter sind Kaiserslautern (13), der HSV (12), Werder Bremen (12), Eintracht Frankfurt (10) und Gladbach (10).

11 Teams haben alle ihre ersten Runden überstanden – ok, sechs Teams waren auch nur einmal dabei. Der KSC und Eintracht Braunschweig bringen es immerhin auf 100% Quote bei jeweils drei Einsätzen. Am beeindruckensten ist jedoch der 1. FC Köln, der es bei seinen 14 Beteiligungen auf eine Quote von 93% bringt (Nur ein einziges Mal, 1992/93, schied man in der ersten Runde aus). Die restlichen Quoten lassen sich auf der nebenstehenden Grafik ablesen.

In 11 Wettbewerbsjahren schafften alle deutschen Vertreter das Weiterkommen: 1976 (6 Mannschaften), 1978 (6), 1980 (7), 1981 (8), 1994 (4), 1995 (4), 1998 (4), 2000 (3), 2001 (5), 2002 (3), 2003 (4).

Die schlechtesten Jahre waren 2004 und 1983. Die aktuelle 2007er Saison gehört mit der 50%-Ausfallquote auch zu den schlechten Saisons. Der Verlauf über die Jahre lässt sich am besten grafisch erfassen.

Beim Betrachten der Kurve könnte fast ein System abgelesen werden – aber, das ist Fußball und keine Mathematik. Oder ist alles Mathematik?

Wie dem auch sei, danke an fussballdaten.de für die Rohdaten.

Einen deutschen UEFA-Cup-Sieger gabe es übrigens nur, wenn mindestens 2/3 der Erstrundenteilnehmer in die zweite Runde einzogen: Das können wir uns dieses Jahr also abschminken.

Nicht im BILDe

26. September 2006

Aktuell wird gerade mal wieder über die Kompetenz der Bild-Zeitung im Sportbereich diskutiert. Ein schönes Beispiel aus dem Bild-Blog dokumentierten gerade Markus und Björn.

Dass diese mangelnde Kompetenz sich schon länger bemerkbar macht, sieht man spätestens beim Blick in die Archive.

So flitzen einige Fans schon mal über andere Rasen als in Wirklichkeit

Oder ein Redakteur mit dem Spitznamen “Konzentrationswunder” macht seine Arbeit

Oder man versteckt mehr als 200 Fehler in einer Saisonvorschau

Fazit: Immer schön vorsichtig lesen

Adlig Busen

21. September 2006

Bundesliga-Anagramme

Anagramme sind doch etwas feines. Für die Anagramm-Neulinge eine kurze Einführung: Ein Anagramm ist eine Zeichenkette deren Buchstaben gemischt werden bis sinnvolle oder weniger sinnvolle Worte entstehen.

So wird aus unserer Bundesliga z.B. Adlig Busen, Glas Bein Du oder Sau Bin Geld. Besonderen Spaß macht das experimentieren den meisten mit Namen von Menschen, die sie kennen. Einige Kostproben gefällig?

Aus mir wird beispielsweise Hehe! Satt Limo, eine Hamlet-Hostie oder Heimat-Hotels.
Werte Mit-Blogger werden zur Samenschule Kork oder im besten Trappatoni-Deutsch zu Krachen musse Klo, andere zu Johann brenne Rom & Ego intim Sylt.

Ich wette, es sind ein paar nette Dinge in den Namen unserer lieben Bundesligavereine zu finden. Legen wir mal los.

SV Werder Bremen:
BMW der Reserven

Hamburger Sportverein:
Erregbarem Vorhut Pins
Reeperbahn vorig Sturm
Vorsager erben Triumph

FC Schalke 04:
Leck Schaf!
Neee! Hirnschlag Klecks (mit Gelsenkirchen)

Bayer Leverkusen:
Asyl-Kerben-Revue
Erlebe Navy-Kurse

Hertha BSC Berlin:
Belehrbar Nichts
Silberer Nacht-BH
Schnabel erbt ihr

Eintracht Frankfurt:
Fruchtarten-Infarkt
Futtert Kranich-Farn
Ruecktritt Farn-Hanf
Tanten Irrfahrt Fuck

Borussia Mönchengladbach:
Schleimabsonderung Aach ob
cha! Schleimabsonderung Boa

Borussia Dortmund:
Android Turbo Sums
Arnos Brodstudium
Autors Omnibus DDR
Turban Doris Modus

Energie Cottbus:
Besiegter Count
Betrug Osten ICE

VfL Wolfsburg:
Loswurf vgl. BF (was auch immer vergleiche BF sein mag)

Alemannia Aachen:
Aachen Anal-Manie

VfL Bochum:
Loch um VFB

Hannover 96:
Nahe vorn
vorahnen

Arminia Bielefeld:
Bardame fiel Linie
Alleine im Freibad

VfB Stuttgart:
Trug statt VFB

Nürnberg:
Grube renn

Zu Bayern und Mainz gibt es tatsächlich nüscht. :( Wer etwas findet, schreibe ein Kommentar.

Ich habe zwar ein paar mehr Schenkelklopfer erwartet, ein paar nette Dinge sind aber dabei. Ich hoffe es fühlt sich niemand beleidigt, die Auswahl ist nicht böse gemeint :)
Wer selber weiterspielen will geht zu sibiller.de und zu Falkenstern.

Sauber Klinsmann

14. September 2006

Wie Benni von unentdeckt.de entdeckt hat, steckt unser Jürgen doch in mehr Sachen drin, als gedacht.

Klinsamnn cleans men

Update: Die verlinkte Adresse hat sich geändert.

DFB-Pokal: Erinnerungen

11. September 2006

Eigentlich wollte ich drüben bei H47 nur was über die aktuelle Pokalleistung von Hertha schreiben, da fielen mir die vielen schönen Erinnerungen an die Pokalsaison 92/93 wieder ein.

Beim anschließenden Stürmen des Platzes wurde mein Bruder von einem Hund eines übereifrigen Ordners am Handgelenk gepackt. Nachdem schon tausende Fans auf dem Platz waren, hielten wir das für reichlich überflüssig!

Nach dem Spiel stand ich zum ersten Mal auf dem Rasen des Olympiastadions und fand auch noch eine Armbanduhr auf Höhe des Mittelkreises :)

Leider ging es nicht so schön weiter: Beim Gang um das Stadion wurde mir von einer Gruppe Chemnitzer mein Hertha-Schal vom Hals gerissen, den ich aufgrund zahlenmäßiger Unterlegenheit kampflos aufgeben musste. Aber Wurscht, wir waren im Finale

Als es im Stadion noch relativ leer war, schaffte es ein wertes Fanclub-Mitglied mit einer Klopapierrolle die gesammelten Getränke der Gruppe 10 Bänke weiter vorne abzuräumen. Durch reflexartiges Pfeiffen und zur Seite schauen konnten wir die Täterschaft vertuschen

Wie siehts bei Euch aus, was sind eure prägenden Fußballerlebnisse?

Eine Frage (1): Regionalligavisionen

4. September 2006

Eine Frage...Die erste Mini-Serie vom “Eine Frage”-Interview ist zu Ende. In dieser Serie fragte ich die Verantwortlichen der aktuellen Regionalligisten nach ihrer Vision für die Zukunft ihres Vereins. Konkret lautete die Frage: Wo steht Ihr Verein in fünf Jahren?

Vielen Dank für die Antworten der teilnehmenden Vereine:

Peter Tauber von Dynamo Dresen

Christian Bönig von St. Pauli

Bruno Hübner vom SV Wehen-Taunusstein

Herbert Pumann von Hessen Kassel

Lars Töffling von Union Berlin

Klaus Weiss vom SSV Reutlingen

Hanspeter Göggelmann von RW Ahlen

Ursprünglich ging die erste Frage an die 18 Bundesligisten raus. Sie lautete:
Stars wie van Nistelrooy und Baros bleiben der Bundesliga fern, die Liga im Spagat zwischen konsolidierten Finanzen und attraktiven Kadern. Wie wird sich die Bundesliga Ihrer Meinung nach im Vergleich zu den anderen Top-Ligen entwickeln?

Von den angeschriebenen 18 Vereinen antworteten drei. Einer von den Dreien nur um mitzuteilen, dass man sich aus grundsätzlichen Erwägungen nicht an der Befragung beteilige.

Umso größer ist mein Dank an Eintracht Frankfurt und den VfL Bochum für die Antworten, die auch noch unheimlich schnell in meinem Posteingang auftauchten.

Auch wenn es nicht zu einer Serie reicht, will ich Euch die Antworten nicht vorenthalten.

Marcel Koller, Cheftrainer vom VfL Bochum:

Die Attraktivität der Bundesliga ist in erster Linie nicht von Stars abhängig.

Die Zuschauerzahlen sind in den letzten Jahren auch ohne Weltstars die höchsten in Europa gewesen.

International werden die Vereine für die Attraktivität werben, in dem sie bei europäischen Wettbewerben erfolgreich spielen. Dafür sind nicht nur Stars verantwortlich, was uns auch das als kompaktes Team auftretende Barcelona gezeigt hat.

Die WM hat für die Bundesliga hervorragende Werbung betrieben, denn Stadion und Stimmung sind unvergleichlich.

Langfristig wird sich dies sicher auszahlen. National muss der Wettbewerb attraktiv bleiben und sich nicht nur auf eine kleine Gruppe von erfolgreichen Vereinen beschränken.

Michael Feick, Pressesprecher von Eintracht Frankfurt:

Die Bundesliga ist die gesündeste Top-Liga Europas und hat mit Abstand die meisten Zuschauerzahlen.

Also kann der Weg, den die Klubs in Deutschland gehen, ja gar nicht so falsch sein. In der Zukunft sollte man noch stärker als bisher darauf setzen, den eigenen Nachwuchs zu fördern und seine „Superstars“ selbst auszubilden.

In Frankfurt zum Beispiel wissen die Fans es zu schätzen, dass die Mannschaft zu über 50 Prozent aus Spielern, die aus der Region stammen, besetzt ist.

Wenn es der Bundesliga gelingt, in den kommenden Jahren Stars wie Ballack, Lahm, Podolski, Schweinsteiger oder Janssen herauszubringen, wird der Boom anhalten.

Es wird mit Sicherheit weitere “Eine Frage”-Interviews geben, ob ich allerdings die angesprochenen 16 Bundesligaklubs nochmals belästige bleibt fraglich.

Eine Frage: Wo steht RW Ahlen in 5 Jahren?

31. August 2006

Eine Frage...Heute der vorerst letzte Teil der aktuellen Serie. Die Antworten sind leider etwas spärlich ausgefallen, jedoch besser als bei einer anderen Serie – das erzähle ich aber gesondert.

Die heutige Antwort kommt von Hanspeter Göggelmann, dem sportlichen Leiter von RW Ahlen.

Wo steht RW Ahlen in 5 Jahren?

Im bezahlten Fußball mit vielen Spieler aus den eigenen Reihen, wie es das Konzept “Vom Mini zum Profi” vorsieht.